Rune Mields
(24. Februar 1935 – 27. Juni 2026)
Das Internationale Künstlergremium trauert um sein langjähriges Mitglied Rune Mields.
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Für Rune Mields stand die künstlerische Auseinandersetzung mit Naturwissenschaft und Technik, vor allem aber mit der Mathematik im Mittelpunkt. Sie hat Denk- und Systematisierungsprozessen nachgespürt, um diese ins Sichtbare zu überführen. Zahlen, Primzahlen und mathematische Symbole spielten für sie eine ebenso wichtige Rolle wie platonische Körper, die Zentralperspektive oder das Ornament. Vom Verstehenwollen getrieben, setzte Rune Mields bis ins hohe Alter immer wieder neu an – zunächst als Malerin und später im Medium der Zeichnung.
Energisch und unbeirrbar hat sich Rune Mields bereits seit den 60er Jahren in einer damals zutiefst männlich geprägten Kunstszene durchgesetzt. Als Autodidaktin zählte sie zu den prägenden Künstlerinnen des Rheinlands, zunächst in Aachen und dann in Köln. Überregionale Anerkennung erfuhr sie 1977 durch ihre Teilnahme an der documenta 6 in Kassel. Zahlreiche Auszeichnungen folgten, so beispielsweise der Gabriele-Münter-Preis im Jahr 2000. Für das Jahr 2027 bereiten die Kunsthalle Gießen und das Museum Morsbroich eine Doppelausstellung vor, die noch von Rune Mields geplant worden war.
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Timm Ulrichs
(31. März 1940 – 29. April 2026)
Das Internationale Künstlergremium trauert um sein Gründungsmitglied Timm Ulrichs.
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Als Provokateur in Wort und Bild hat Timm Ulrichs immer wieder Grenzen ausgelotet und überschritten. Er wollte, wie er es selbst einmal formulierte, Neuland gewinnen, und stellte den Kunstbetrieb und vor allem den Kunstmarkt radikal infrage. Gattungsübergreifend inszenierte er sich selbst, seine Arbeit, aber auch Spuren von künstlerischen Vorläufer_innen. Zugleich waren ihm Humor und feinsinnige Ironie eigen, was insbesondere die subtilen Sprachsprünge vieler seiner Arbeiten erkennen lassen.
Ulrichs Werk fand seit den 1960er Jahren deutschlandweit und international durch zahlreiche Ausstellungen und Preise Beachtung. 1977 nahm er an der documenta 6 teil und 2020 erhielt er den Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste in Berlin.
1975 gehörte Timm Ulrichs zum Kreis der Gründungsmitglieder des Internationalen Künstlergremiums.
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Arnulf Rainer
(8. Dezember 1929 – 18.Dezember 2025)
Das Internationale Künstlergremium trauert um sein langjähriges Mitglied Arnulf Rainer.
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Mit seinen Übermalungen wurde Arnulf Rainer seit den 1950er Jahren in zunehmendem Maße international bekannt. 1972, 1977 und 1982 war er dreimal in Folge auf der documenta vertreten und 1978 repräsentierte er Österreich bei der Biennale von Venedig. Zahlreiche Ausstellungen und Preise folgten.
Zunächst aus Materialmangel, dann aber immer mehr in bewusster Auseinandersetzung mit künstlerischen Vorlagen, verwandelte Arnulf Rainer Arbeiten befreundeter Künstler*innen oder eigene Fotografien in radikaler malerischer Geste. Dabei ging es ihm nie um das Auslöschen von Vorhandenem, sondern um dessen expressiv-gestische Aneignung und Aktualisierung.
Arnulf Rainer war kompromisslos und sensibel suchend zugleich. Sein Akademiestudium in Wien brach er nach nur wenigen Tagen ab. Anstelle von akademischen Übungen nach der Natur interessierten ihn zunächst das Informel, dann vor allem die Art brut. Seine Sammlung von Blättern der sog. Outsider Art umfasst nahezu 2.000 Arbeiten.
In Rainers Geburtsort Baden bei Wien ist 2009 das Arnulf Rainer Museum eröffnet worden. Hier wird sein Werk umfassend gewürdigt.
Nachruf in Die Zeit
Nachruf in Der Standard
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Hans Gercke
(2. August 1941 – 22. September 2025)
Das Internationale Künstlergremium trauert um sein langjähriges Mitglied Hans Gercke.
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Hans Gercke war Kunsthistoriker, Musikwissenschaftler, Organist und Kunstkritiker. Von 1970 an hat er den Heidelberger Kunstverein 36 Jahre lang geleitet und hier mit seinen Ausstellungen und Publikationen wesentliche Akzente gesetzt. Er richtete seinen Blick auf internationale Kunst und erweiterte das mediale Spektrum um performative Formate, was für Heidelberg in den 1970er bis 1990er Jahren neu war.
Zugleich galt Gerckes Interesse schon sehr früh der Sammlung Prinzhorn, als diese noch auf dem Dachboden der Psychiatrischen Klinik in Heidelberg schlummerte und gerade gesichtet wurde. Mit einer großen Wanderausstellung und begleitender Publikation hat er 1980 gemeinsam mit anderen Wissenschaftler_innen dazu beigetragen, diese Sammlung der so genannten Outsider Art im deutschsprachigen Raum bekannt zu machen.
Neben seiner Tätigkeit in zahlreichen Gremien und Vorständen hat Hans Gercke als engagierter Hochschullehrer an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg sein Wissen und seine Erfahrung an die jüngere Generation weitergegeben.
Nachruf: hdkv
Nachruf Sammlung Prinzhorn
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Kasper König
(21. November 1943 – 9. August 2024)
Das Internationale Künstlergremium trauert um sein langjähriges Mitglied Kasper König.
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Kasper König war als Ausstellungsmacher, Museumsleiter und Lehrender ein rastloser Impulsgeber. Seit den 60er Jahren initiierte er zahlreiche internationale Kunstprojekte, darunter Großausstellungen wie „Westkunst“ (1981), „Von hier aus“ (1984), „In-Between Architecture“ (2000) und die „Manifesta 2014“ in St. Petersburg. Gemeinsam mit Klaus Bußmann hat er bereits 1977 die „Skulptur Projekte“ Münster ins Leben gerufen. König holte die Kunst in den öffentlichen Raum und trat zugleich als Leiter des Museum Ludwig gegen den exklusiven Charakter von Museen an, wenn er sagte: „Das Museum ist ein öffentlicher Raum. Es gehört allen und keinem.“
Kasper König pflegte unzählig viele Kontakte zu Künstlerinnen und Künstlern; seinen Projekten lagen lange und intensive Arbeitsbeziehungen zugrunde. Von Neugier und Begeisterung getrieben, suchte er aber immer auch die Reibung, die einem Leben mit der Kunst und für die Kunst innewohnt.
Nachruf taz
Nachruf Magazin Frieze
Nachruf FAZ
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Ben Vautier
(18. Juli 1935 – 5. Juni 2024)
Das Internationale Künstlergremium trauert um sein Mitgliede Ben Vautier.
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Bereits in den 60er Jahren gehörte Vautier der Fluxus-Bewegung an und war hier einer der wichtigen Akteure. So erstaunt es wenig, dass er 1972 an der von Harald Szeemann geleiteten documenta V teilnahm, wo er als Performer und lebendige Skulptur auftrat.
Nachruf Neuer Zürcher Zeitung
Nachruf Tagesspiegel
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Rolf Langebartels
(16. Mai 1941 – 16. Januar 2024)
Das Internationale Künstlergremium trauert um sein Mitglied Rolf Langebartels.
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Kazuo Katase
(1947 – 9. Januar 2024)
Das Internationale Künstlergremium trauert um sein Mitglied Kazuo Katase.
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Nachruf documenta archiv
Nachruf Freunde des Museums Wiesbaden
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Manfred Schmalriede
(18. Februar 1937 – 24. Oktober 2023)
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Tibor Gáyor
(14. April 1929 – 18. Juni 2023)
Dr. Dorothée Bauerle-Willert
(9. Juli 1951 – 15. November 2022)
Das Internationale Künstlergremium trauert um seine Präsidentin und langjährige Geschäftsführerin Dorothée Bauerle-Willert. Sie verstarb am 15. November 2022 im italienischen Montegrotto im Alter von 71 Jahren.
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Dorothée Bauerle-Willert studierte Kunstgeschichte und Literaturwissenschaften und promovierte zu Aby Warburgs Bilderatlas ‚Mnemosyne‘. Zu ihren vielen beruflichen Stationen zählte in den 1980er Jahren ihre Assistenz an der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, die Leitung der Gesellschaft für aktuelle Kunst in Bremen und ihr Engagement als stellvertretende Direktorin des Ulmer Museums. Von 1990 bis 2007 lebte sie im Ausland und hatte Gastprofessuren in Asunción/Paraguay, Montevideo/Uruguay, Tallinn/Estland und in Belgrad/Serbien inne. 2009 bis 2019 war sie Produktionsdramaturgin am Vorarlberger Landestheater in Bregenz. Auf ihre Rückkehr nach Berlin 2007 folgten zahlreiche Lehraufträge: an der Dresdner Hochschule für Bildende Künste, der Universität zu Köln, sowie an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein, Halle.
Dorothée Bauerle-Willert setzte sich im Deutschen Kulturrat und seinen Fachausschüssen aktiv für kulturpolitische Belange ein. Auch ihre großartigen Beiträge zu Diskussionen im Deutschen Kunstrat und im Stiftungsrat der Stiftung Kunstfonds wurden überaus wertgeschätzt.
Wir durften sie als feinsinnigen und leidenschaftlichen Menschen, als begnadete Rednerin, kompetente Autorin und unermüdlich Lehrende erleben.
Während ihrer Präsidentschaft und als langjährige Geschäftsführerin des IKG trat sie mit ihrer weltoffenen Persönlichkeit vehement für Toleranz und Verständigung über Grenzen hinweg ein.
Ihr Wirken stand ganz und gar im Zeichen der Freiheit der Kunst.
Wir werden Dorothée Bauerle-Willert schmerzlich vermissen und sind ihr zutiefst dankbar. Wir werden sie so in Erinnerung behalten, wie wir sie immer erleben durften: Im Herzen und im Geist offen, lebensfroh, begeistert, mitreißend, getragen von einer unerschöpflich erscheinenden Energie.
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Jürgen Schweinebraden
(15. März 1938 – 15. September 2022)
Dietrich Helms
(13. März 1933 – 10. August 2022)
Das Internationale Künstlergremium trauert um sein Gründungsmitglied Dietrich Helms.
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Dietrich Helms, geboren 1933 in Osnabrück, entwickelte über Jahrzehnte ein vielfältiges Werk, stellte sich immer wieder neue Fragen, gelangte im Anschaulichen zu radikalen Lösungen. Seine Kunst schlug als sinnliches Werden, als empfindendes Denken offene Stellen auf.
Nach seinem Kunststudium in Hamburg und Kassel und dem Studium der Germanistik und der Literaturwissenschaft an der Universität Hamburg arbeitete er zunächst als Lehrer, von 1965 bis 1998 hatte er eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg inne. Von 1978 bis 1981 war er Präsident des IKGs. Früh löste sich Dietrich Helms von traditionellen Bildvorstellungen und findet zur Auffassung des Bildes als eines Strukturfeldes. Die Bandbreite der Arbeiten reicht von Zeichnungen zu Materialobjekten, von Wortauswertungen zu Installationen und Malerei. Das Material seiner Kunst war von mitbestimmender Wirkung, haptische Erfahrung und Visuelles ließ er souverän ineinander spielen und auch der beilaufende Zufall wurde in aller Konzeptualität einbezogen.
Dietrich Helms war nicht nur ein wunderbarer Künstler, sondern auch ein Anstifter künstlerischer Betätigung, ein Vermittler, ein Kritiker, Forscher und ein großzügiger zugewandter Mensch. Wir alle werden ihn sehr vermissen.
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Josef Ramaseder
(12. Februar 1956 – 23. März 2022)
Das Internationale Künstlergremium trauert um Josef Ramaseder, der am 23. März 2022 verstorben ist.
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Josef war ein langjähriges, immer engagiertes, mitunter enragiertes IKG-Mitglied und auch einige Jahre im Vorstand tätig. 2016 richtete er eine wunderbare Jahrestagung in seiner Heimatstadt Linz aus. Josef Ramaseder, geboren 1956, studierte von 1979 bis 1983 an der Universität für angewandte Kunst bei Oswald Oberhuber und von 1974 bis 1980 Medizin an der Universität Wien. In seinem Leben und in seinem Werk erschloss er immer neue Erfahrungshorizonte. Ganz unterschiedliche Felder wurden zum Fundus seiner erweiterten künstlerischen Arbeit, die von Malerei über Video, Foto, Installationen, Kunst im öffentlichen Raum, kuratorischen Projekten bis zu Kooperationsprojekten mit anderen Künstlern reichen konnten. Im Zentrum blieb jedoch das komplexe Medium der Malerei. In den letzten Jahren schuf er Gemälde, die wie Schwammerl wachsen, malerische Experimente mit Pilzsporen, die Natur und Kunst, Zufall und Vergänglichkeit auf der Leinwand zusammenspielen ließen. Nun ist er selbst gegangen. Wir werden Josef sehr vermissen.
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Nikolaus Lang
(12. Februar 1941 – 11. Februar 2022)
Das Internationale Künstlergremium trauert um Nikolaus Lang.
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Nikolaus Lang 1941 in Oberammergau geboren verstarb am 11. Februar 2022 in Murnau. Zunächst lernte er erst das Schnitzen an der heimischen Holzbildhauerschule und studierte dann an der Münchner Kunstakademie.
Nikolaus Lang war ein bescheidener Künstler. Er macht nie viel Wind um sich oder um seine zweimalige Documenta-Teilnahme. Als Archäologe des Alltags war er dafür viel zu beschäftigt: Es wurde seine Lebensaufgabe, das Werden und Vergehen, das Schaffen und Zerstören exemplarisch zu dokumentieren. Der Spurensicherer ordnete Relikte, Überlebsel und Fundstücke und setzte sie zueinander in Beziehung, spielte mit ihrer Form, Farbe und Textur und verlieh ihnen dadurch eine neue, sinnlich erfahrbare Qualität.
„Der Künstler kann nur sichtbar machen, was in der Natur bereits existiert“, dieser Satz war Langs Credo.
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László Beke
(23. Mai 1944 – 31. Januar 2022)
Das Internationale Künstlergremium trauert um sein Mitglied László Beke. Beke, geboren 1944 ist am 31. Januar 2022 in Budapest verstorben.
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Er war Kunsthistoriker, Kurator und seit den 60er Jahren eine für die ungarische Kunstszene ungemein wichtige und anregende Persönlichkeit. Er trug aktiv zur Entwicklung der Neo-Avantgarde und der Konzeptkunst in Ungarn bei, sein wissenschaftlicher Schwerpunkt war die Theorie der Fotografie. Beke studierte Kunstgeschichte an der Universität in Budapest. Beke lehrte in Lyon und war Chefkurator der Sammlungen des 19. und 20. Jahrhunderts der Ungarischen Nationalgalerie, Generaldirektor der Műcsarnok/Kunsthalle in Budapest. Von 2000-2012 war Beke Direktor des Forschungsinstituts für Kunstgeschichte der Ungarischen Akademie der Wissenschaften in Budapest und Professor an der Ungarischen Universität der Schönen Künste.
Wir trauern um unser Mitglied.
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Hartmut Böhm
(19. April 1938 – 26. Dezember 2021)
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Lawrence Weiner
(10. Februar 1942 – 2. Dezember 2021)
Das IKG trauert um sein Mitglied Lawrence Weiner, 1942 im New Yorker Stadtteil Bronx geboren starb er am 2. Dezember 2021 ebendort.
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Lawrence Weiner wurde zum Künstler, als er eines Morgens entschied, nach der Schule nicht mehr zur Arbeit zu gehen, sondern ins Atelier. Weiner begann zu malen, es war dann aber auch und vor allem die Sprache, die sein Medium werden sollte und die er als Bildhauer den traditionellen Medien – Stein, Holz, Metall, Ton – hinzufügte. Als einer der Begründer der Konzeptkunst, ist es ihm nie darum gegangen sei, der Kunstgeschichte einfach nur „eine neue Abteilung einzurichten“, gerade weil ihm Kunst ein gesellschaftliches Anliegen war.
Bei der Eröffnung seiner letzten großen Ausstellung im Kunsthaus Bregenz „WHEREWITHAL | WAS ES BRAUCHT“ im Herbst des Jahres 2016 sagte er, dass es ihm immer schwerer fiele, sein Optimismus zu bewahren. Obwohl dieser so wichtig ist: Warum? „Schon wegen der Jüngeren. Gib ihnen eine Chance“. Wir schauen weiter, ohne ihn: „As Far as the Eye Can See.“
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Christian Boltanski
(6. September 1944 – 14. Juli 2021)
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Ad Petersen
(8. Februar 1931 – 26. Juni 2021)
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Richard Nonas
(1936 – 11. Mai 2021)
Eigentlich hatte Richard Nonas Literatur und Ethnologie studiert.
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In den 1960er Jahren betrieb er ethnologische Feldarbeit und hielt sich dafür bei der indigenen Bevölkerung in Nord-Ontario und Yukon auf; es folgten Forschungsjahre in Mexico. Anstatt Aufsätze und Bücher darüber zu verfassen, fand er später in der Skulptur das Werkzeug, um Beobachtungen und Empfindungen eine Form zu geben. Eine zentrale Rolle in seinem Werk spielte dabei das Handeln mit Material. Skulpturen zu bauen hieß für ihn, über das Bewegen von Material nachzudenken, über Gewicht, Masse und den Widerstand, den das Material der Bewegung entgegensetzte. Richard Nonas verstarb während der Vorbereitungen für eine Monographie über sein Werk. Das Internationale Künstlergremium trauert um sein langjähriges Mitglied.
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Gerhard Mantz
(22. Januar 1950 – 30. März 2021)
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Elisabeth Jappe
(1934 – 22. Januar 2021)
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