Christian Boltanski

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Mitglied Christian Boltanski.
Geboren 1944 in Paris, wollte er mit seinem Werk eine Lebensspur hinterlassen, destilliert aus all den Erfahrungen und Dingen, die in beschäftigten, die ihn umgaben. In seinem Werk beschäftigte er sich mit  Kindheit und Tod, Erinnerung und Vergessen, Bezauberung und Schrecken, Lebens-Chaos und  dem Versuch einer archivalischen Ordnung dieses Chaos. Vor allem in seinen letzten großen Installationen und Räumen war der Tod präsent; nun ist Boltanski selbst gegangen.Wir sind sehr traurig.

Nachruf im Monopol-Magazin
Nachruf in der Süddeutschen Zeitung


Richard Nonas

Eigentlich hatte Richard Nonas Literatur und  Ethnologie studiert. In den 1960er Jahren betrieb er ethnologische Feldarbeit und hielt sich dafür bei der indigenen Bevölkerung in Nord-Ontario und Yukon auf; es folgten Forschungsjahre in Mexico. Anstatt Aufsätze und Bücher darüber zu verfassen, fand er später in der Skulptur das Werkzeug, um Beobachtungen und Empfindungen eine Form zu geben. Eine zentrale Rolle in seinem Werk spielte dabei das Handeln mit Material. Skulpturen zu bauen hieß für ihn, über das Bewegen von Material nachzudenken, über Gewicht, Masse und den Widerstand, den das Material der Bewegung entgegensetzte. Richard Nonas verstarb während der Vorbereitungen für eine Monographie über sein Werk. Das Internationale Künstlergremium trauert um sein langjähriges Mitglied.


Gerhard Mantz

Das Internationale Künstlergremium trauert um sein langjähriges Mitglied Gerhard Mantz. Sein plötzlicher Tod ist ein Verlust für uns alle und für die Kunst. Gerhard hat der Kunst neue Spiel- und Denkfelder eröffnet und in seinem Werk immer wieder das Mögliche auf die Probe gestellt, Grenzen zwischen Medien und Disziplinen  souverän übertanzt – hinein ins scheinbar Unmögliche. Und er hatte keine Angst vor Schönheit, auch nicht vor dem Schrecklichen, das mitunter seine neuen Bilder grundierte, die Gegensätze in flirrende Ambivalenz überführte. Wir sind sehr traurig.

Nachruf im Kunstforum


Elisabeth Jappe

Wir trauern um den Tod unseres langjährigen Mitglieds und unserer ehemaligen Geschäftsführerin Elisabeth Jappe, die am 22. Januar 2021 gestorben ist. Elisabeth Jappe, 1936 geboren, war Kuratorin und Kunstwissenschaftlerin und hat neben ihren kunstpolitischen Statements und Aktionen und wichtige Entwicklungen im Kontext der Installation und Performance unterstützt. 1981 gründete sie in Köln die Moltkerei Werkstatt, eine bedeutende Plattform für Performance und Klangkunst, einen Ort für Kunst des Flüchtigen und ein Laboratorium für Amalgam Fluxus. 1987 sorgte mit der von ihr kuratierten Ausstellung Expanded Performance dafür, dass Theater und Performance erstmalig in der Geschichte der documenta einen prominenten Patz erhielten.Wir sind sehr traurig.

Nachruf im Kunstforum