Wiederentdecken – Rediscover
Belgrad 3. – 7. September 2003

Bei unserer Jahrestagung In Belgrad 2003 ging es darum, das für Jahre von einer verbrecherischen Politik verschluckte Serbien und die Kunst, die dort heute gemacht wird, wieder zu entdecken. Im Museum für jugoslavische Geschichte – Museum 25. Mai, Teil der Tito-Gedächtnisstätte, fand eine Ausstellung mit IKG-Mitgliedern und serbischen Gästen statt, begleitet von Gesprächsrunden, die den Status der Kunst in der sich verändernden politischen, geographischen und sozialen Situation befragten. Im Vergleich der Arbeiten aus Ost- und Westeuropa wurden verschiedene Strategien, Mittel, Werkbegriffe anschaulich. Deutlich wurde, daß die serbischen Künstler einerseits Anschluß an die westliche zeitgenössische Kunst suchen, den – unterbrochenen – Traditionsstrang wieder aufnehmen wollen, andererseits aber durchaus auf ihrer Eigenart beharren, die Kunst als Instrument einer (poetischen) Aufklärung einsetzen, ihr eine weitere politische und soziale Funktion zuschreiben oder zutrauen.

Teilnehmer
IKG-Mitglieder: Renate Anger, Hartmut Böhm, Monika Brandmeier, Heinrich Brummack, Georg Dietzler, Jarg Geismar, Wolfgang Hahn, Silke Leverkühne, Eva Löfdahl, Rune Mields, Markus Mussinghoff, Phill Niblock, Eva-Maria Schön, Artur Tajber, Biljana Tomic, Anna Tretter, Michael Willhardt.

Gäste
Terry Buchholz, Mrdan Bajic, Branko Dimitrijevic, Nenad Glisic, Dejan Grba, Tatjana Ilic, Dragan Jovanovic, Katharina Karrenberg, Mari Laanemets, Alexander Nikolic, Dragan Papic, Marica Presic, Jelena Radic, Josef Ramaseder, Misa Savic, Radomir Stancic, Talent, Zoran Todorovic, Selman Trtovac, Cedomir Vasic, Georg Wissel