Internationales Künstler Gremium





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  Das internationale Künstlergremium wurde von renommierten Künstlern wie Joseph Beuys, Jochen Gerz, Gotthard Graubner, Klaus Staeck und anderen initiiert und 1976 in Köln gegründet. Es war und ist ein Zusammenschluß von Individualisten, die als Künstler, Kuratoren, Kritiker auf dem Gebiet der bildenden Kunst arbeiten. Analog zum Pen-Club setzt sich das IKG für Kunst- Informations- und Pressefreiheit, für kulturelle Selbstbestimmung, Toleranz und kulturelle Vielfalt ein. Das IKG ist Mitglied im Deutschen Kunstrat e.V. (Mitglied im Deutschen Kulturrat) und im Stiftungsrat der Stiftung Kunstfonds.

Das IKG ist ein Netzwerk mit mittlerweile 235 Mitgliedern aus vielen Ländern mit dem Ziel einer andauernden Kooperation über Grenzen hinweg; ein Schwerpunkt war dabei immer der Austausch, die Begegnung zwischen ost- und westeuropäischen Künstlern. Das IKG funktioniert nach dem Schneeballprinzip: Die Treffen bringen alte und neue Mitglieder, nicht nur aus den gastgebenden Ländern zusammen mit eingeladenen Gästen, die dann möglicherweise dem Netz beitreten: Eine dynamische Struktur, die jeweils neue Fragen, veränderte Sichtweisen möglich macht und sich entwickelt durch den eigenwilligen Mix aus alten und neuen Mitgliedern, aus anerkannten und noch nicht etablierten Künstlern, aus Künstlern und Kritikern, aus sehr verschiedenen Haltungen, Ausdruckformen und Sichtweisen. Es geht dabei immer auch um einen Begriff der Kunst, der sich mit der – sich wandelnden – Rolle von Öffentlichkeit, von aktiver Teilnahme auseinandersetzt, und so Hoffnungen der Gründungsmitglieder jeweils unter neuen Vorzeichen reflektiert und weitertreibt. Natürlich muß sich dieses – politische – Engagement in einer veränderten Welt ebenfalls ändern: Ging es in den Zeiten des kalten Krieges z.B. darum, unseren Mitgliedern aus Osteuropa, Reise- und Ausstellungsmöglichkeiten zu verschaffen oder auch um die direkte Einflussnahme und Unterstützung in Fällen, wo die Freiheit der Kunst bedroht war, so müssen heute, in einem Europa ohne die alten Blöcke und Feindbilder und mit sich öffnenden Grenzen andere, subtilere Zielsetzungen entwickelt werden. Reflektiert werden muß die Möglichkeit eines offenherzigen, auf Verständnis und Respekt gegründeten Konzepts von Kultur und seine Durchsetzung: Mehr denn je geht es heute darum, Kultur nicht zum Unterpfand einer Politik zu machen, die Akte der kollektiven Selbstdifferenzierung rationalisiert, mehr denn je geht es darum, die virulenten, verengenden Identitätsbegriffe als Instrument der Abkapselung zu hinterfragen, Identitätspolitik in ihrem explosiven Potential zu erkennen.

In einer sehr spezifischen Weise hat die Auseinandersetzung mit der Kunst an dieser Entwicklung am Verstehensprozeß des kulturell anderen Anteil: Kunst ist – zumindest – eine Übung in Sensibilität und Solidarität. Als hartnäckiges Analogon zur Freiheit kristallisiert sich die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung in der Kunst zur Form, ohne dogmatische Eindimensionalität oder Gültigkeit. Zugleich hat die Kunst in der Reflektion und Exemplifikation des selbstgesponnenen Netzes, das unsere Kultur ausmacht, Anteil an der Ausbildung einer Werteskala, Anteil an der Produktion von Zusammengehörigkeit: eine immer prekäre Balance zwischen einer Kultur der Einbeziehung und der Freiheit zur Imagination.


Performance Eva-Maria Schön in Tallinn, mit Rune Mields



Performance Eva-Maria Schön: Die Selbstporträts der Teilnehmer
   







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