Internationales Künstler Gremium





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  Die IKG-Treffen sind eine eigenartige Mischform zwischen Ausstellung, Familientreffen, Debatte, Kennenlernen von anderen Positionen in einem anderen Land. Sie geben immer wieder und immer wieder neu ein Spielfeld ab, auf dem Haltungen, Vorstellungen, Bilder in ihrem Widerspruch zusammentreffen, in einem offenen Prozeß, in dem Kommunikation, Neugier, die Zugeneigtheit, das Interesse für den anderen das Wesentlichste ist. Dies ist immer auch eine Herausforderung: Es geht darum, einen permanenten Ausgleich zwischen all den Eigenwilligkeiten zu finden, der aber nicht steril oder eindimensional ist und am Ende ein zurechtgestutztes Produkt herausschauen läßt. In den letzten Jahren organisiert das IKG intensive Treffen, Debatten und Ausstellungen mit nomadischen Werken, die viele verschiedene Dinge nebeneinanderstellen.

MÖNCHENGLADBACH
Mönchengladbach, 12. bis 15. Oktober 2017


Der Philosoph Hans Jonas. 1903 geboren in Mönchengladbach, denkt in seinem Hauptwerk Das Prinzip Verantwortung, Verantwortung und Hoffnung zusammen: Es geht nicht um ein irdisches Paradies, sondern um die Weiterwohnlichkeit der Welt und ein menschenwürdiges Fortleben unserer Gattung auf dem ihr anvertrauten, gewiss nicht armseligen, aber doch beschränkten Erbe. Jonas lehrt Offensein und Demut, die den Menschen vor den Irrwegen seiner eigenen Macht zu schützen im Stande sind und ein Gedeihen in unverkümmerter Menschlichkeit ermöglichen. Auf diese Karte – so denke ich– kann auch die Kunst, die Künstler und unser IKG setzen.

„Im Kugelhagel der Realität – Fragen zur Verantwortung des Künstlers“ so hieß der brilliante Vortrag von Dorothée Bauerle-Willert, in dem sie sich sehr kritisch mit der documenta 14 auseinandergesetzt hat.

Nach 15 Jahren hat Dorothée die Geschäftsführung des IKG niedergelegt. Ein großes DANKESCHÖN von uns allen und Vorträge bitte auch in Zukunft!

Das BIS – Zentrum für offene Kulturarbeit war unser Salon, dort fand unsere Tagung statt und auch unsere migrierende Ausstellung. Wolfgang Hahn hat für uns einen Überblick über die Bandbreite der Kunstlandschaft in Mönchengladbach zusammengestellt. U.a. haben wir das Städtische Museum Abteiberg und die Ausstellungshalle MMIII besucht und den Kunstverein Mischpoke e.V. kennengelernt. Unsere Ausstellung aus dem Koffer wurde durch Oberbürgermeister Wilhelm Reiners eröffnet.

Teilnehmer
Mitglieder:
Diana Mercedes Alonso, Dorothée Bauerle-Willert, Ina Bierstedt, Maria Blondeel, Frank Bölter, Jens Brand, Monika Brandmeier, Terry Buchholz, Claudia Busching, Harald Falkenhagen, Wolfgang Hahn, Christian Henkel, Harald Hofmann, Katja Hofmann Wildner, Tatjana Ilic, Gereon Inger, Gisela Kleinlein, Stefanie Klingemann, Donatella Landi, Silke Leverkühne, Valerian Maly, Christian Merscheid, Markus Mussinghoff, Josef Ramaseder, Christoph Rodde, Oliver Scharfbier, Nora Schattauer, Klara Schiliger, Eva-Maria Schön, An Seebach, Christopher Smith, Nele Ströbel, Nanae Suzuki, Anna Tretter, Michael Willhardt

Gäste:
Vincent Schubarth, Ulrike Lua, Noel de Buck, Hans Nothum, Mathias Hornung, Eva Weinert


Führung mit Dr. Felicia Rappe im Städischen Museum Abteiberg


IKG im MMIII Kunstverein für Möchengladbach e.V.


Schichtwechsel mit Blumen von links nach rechts: Claudia Busching, Anna Tretter, Jens Brand


LINZER TORTE
Linz, 3. bis 6. November 2016


'Der Zug will auch nicht entgleisen vor Linz, er hält kurz in Linz, nie war ich in Linz, ich bin immer durchgefahren, Linz an der Donau...' heißt es in Ingeborg Bachmanns Roman Malina. Wir aber machen dieses Jahr hier Station, vom 3. bis 6. November 2016 wird unser Jahrestreffen in dieser Stadt stattfinden, die von jeher ein Kreuzungspunkt alter und neuer Wege war. Franzobel widmete ihr die symphonische Etüde Linz. Eine Obsession, Achterbusch sein bitterböses Stück Linz. Linz reimt sich zwar auf Provinz, bietet aber wie der Schriftsteller und Künstler Herzmanovsky-Orlando weiß, vielerlei Kurzweil, auch diesen werden wir erleben. Neben unserer migrierenden Ausstellung im Raum für Gegenwartskunst bb15 (www.bb15.at) besuchten wir die Ars Electronica, das Lentos Museum und das Dof TV. Überall hatten wir anregende Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen und ihren Aktivitäten.

Teilnehmer
Mitglieder:
Diana Mercedes Alonso, Dorothée Bauerle-Willert, Ina Bierstedt, Jens Brand, Terry Buchholz, Claudia Busching, Harald Falkenhagen, Angelika Fojtuch,Elisabeth Grossmann, Wolfgang Hahn, Sibylle Hofter, Tatjana Ilic,Gereon Inger, Katharina Karrenberg, Gisela Kleinlein, Silke Leverkühne, Nanne Meyer, Markus Mussinghoff, Jürgen Olbrich, Josef Ramaseder, Gabriele Rothemann, Oliver Scharfbier, Nora Schattauer, Eva-Maria Schön, Nele Ströbel, Suzy Sureck, Nanae Suzuki, Anna Tretter, Michael Willhardt, Thomas Wörgötter, Sofi Zezmer.

Gäste: Noel de Buck, Anton Iakhontov (Patrick K.-H.), Hans Nothum, Hauke Schmidt.


Dorothée Bauerle-Willert & Josef Ramaseder, rauchend


Besuch im Lentos


Jahrestagung in der Kunstuniversität


Ausstellung im bb15, Nanae Suzuki und Diana Mercedes Alonso


Ausstellung im bb15, Sibylle Hofter und Elisabeth Grossmann


CHEMNITZ
Chemnitz, 29. Oktober bis 1.November 2015


Chemnitz - die 'Stadt der Moderne' war der Ort unseres Jahrestreffens 2015. Wiederum installierten wir flugs unsere ambulante Ausstellung in den großzügigen Räumen der Neuen Sächsische Galerie - Neue Chemnitzer Kunsthütte e.V. Darüber hinaus beschäftigten wir uns mit der Stadtgeschichte: Entsprechend den „Grundsätzen der Planung und Gestaltung sozialistischer Stadtzentren“ begann ab 1961 in „industrieller Bauweise“ (mehrgeschossige Wohnblocks in Großplattenbauweise) der Wiederaufbau der Innenstadt. Karl-Marx-Stadt wurde eine der elf Aufbaustädte der DDR. Der Direktor der Sächsischen Galerie, Mathias Lindner führte uns kompetent und heiter durch die wechselvolle Geschichte der Stadt. Herzlichen Dank! In den schönen Räumen des 'Weltechos' gab es ein kleines Programm mit einer Performance von Eva-Maria Schön, einer Morgenstern-Lesung mit dem SchauspielerJens-Ole Schmieder und ein Steinfötenkonzert von Matthias Jackisch. Im Anschluss konnten wir dort die wunderbare Ausstellung mit Arbeiten von Anna und Bernhard Blume besuchen.

Wiederum hatten wir eine anregende Tagung, mit Diskussionen, Debatten, auch zur sozial-politschen Situation, mit vielen Begegnungen und Ansichten.

Teilnehmer
Mitglieder:
Diana Mercedes Alonso, Dorothée Bauerle-Willert , Maria Blondeel, Jens Brand, Terry Buchholz, Dietrich Helms, Katja Hoffmann-Wildner, Harald Hofmann, Sibylle Hofter, Hetty Huisman, Tatjana Ilic, Gereon Inger, Matthias Jackisch, Nicole Jana, Gisela Kleinlein, Bruno Krenz, Michael Kurzwelly, Silke Leverkühne, Eva Löfdahl, Simone Mangos, Markus Mussinghoff, Christoph Rodde, Gabriele Rothemann, Oliver Scharfbier, Andreas Schmid, Eva-Maria Schön, Nele Stroebel, Nanae Suzuki, Michael Willhardt, Sofi Zezmer.

Gäste:
Noel de Buck, NIna Helms, Grietha Jergens, Mathias Lindner, Frank Maibier, Ulrike Mundt, Hans Nothum, Jens Ole Schmieder.


Karl Marx mit IKG


Ausstellung Neue Sächsische Galerie


Jahrestagung - Abstimmung


POZNAN-POSEN
Poznan, 9. bis 12. Oktober 2014


Einer Sage nach leitet sich der Name der Stadt von dem polnischen Wort poznan ab und bedeutet erkennen, aber auch kennen lernen. Bei unserem diesjährigen Jahrestreffen gab es wieder anregende Begegnungen, anschauliches Erkennen, ein Kennenlernen von Mitgliedern und Gäste. Mit unserer spontanen Ausstellung 'aus dem Koffer' in den schrägen Räumen der Czapski Gallery legten wir eine Tangente an die Poznan Biennale an, erweitert wurde die dichte Ausstellung durch Performances von Tatjana Ilic, Katharina Karrenberg und Benoit Maubrey. Sachkundig geführt von Tomasz Wendland, dem Iniatior der Biennale, die 2014 unter dem Titel When nowhere becomes here stattfand, erkundeten wir die Künstlerbeiträge zur Biennale an verschiedenen Orten der Stadt, sahen die andere Seite mit ihren eigenen Augen. Wie immer gab es viele inspirierende Diskussionen, viel zu sehen und zu debattieren. Wie der Geisterseher E.T.A. Hoffmann, der um 1800 in Posen lebte, waren wir also mit dem Orte unseres Aufenthalts sehr zufrieden.

Teilnehmer
Mitglieder:
Dorothée Bauerle-Willert, Maria Blondeel, Jens Brand, Monika Brandmeier, Terry Buchholz, Claudia Busching, Wolfgang Hahn, Harald Hofmann, Katja Hoffmann-Wildner, Gereon Inger, Tatjana Ilic, Katharina Karrenberg, Gisela Kleinlein, Bruno Krenz, Michael Kurzwelly, Silke Leverkühne, Simone Mangos, Markus Mussinghoff, Grzegorz Pleszynski, Gerard Polhuis, Susken Rosenthal, Michel Sauer, Nora Schattauer, Eva-Maria Schön, An Seebach, Nele Ströbel, Hans-Peter Webel, Michael Willhardt, Sofi Zezmer.

Gäste:
Maggie Bauer, Noel de Buck, Ulrike Lua, Benoit Maubrey, Marijke Polhuis, Tomasz Wendland, Anna Fedorczuk


Ausstellung Czapski Gallery


Czapski Gallery, Lesung Katharina Karrenberg


Eröffnung Czapski Gallery


VIVA COLONIA
Köln, 31. Okober bis 3. November 2013


Die Alte Feuerwache in Köln war in diesem Jahr unser Hauptquartier. Um unser diesjähriges Jahrestreffen herum gab es - vielfältig, anregend und international – eine Reihe von Veranstaltungen aus Anlass des 80. Geburtstags von Phill Niblock, kuratiert von unserem Mitglied Georg Dietzler. In der Ausstellung 'Tributes to Phill Niblock' waren dann natürlich auch Arbeiten von Mitgliedern zu sehen, ebenso waren in einem vielstimmigen Konzert- und Videoprogramm als Hommage an Phill und sein einflussreiches Netzwerk etliche unserer Mitglieder vertreten.

Neben der Vorstellung und der Debatte über von unseren Mitgliedern mitgebrachten mobilen Kunstwerke 'aus dem Koffer' hatten wir eine spannende Debatte zum Thema Kunstkritik im Rheinland mit Uta Reindl, Kunstjournalistin und Initiatorin der Plattform Kritisches Rheinland. Uta Reindl organisierte überdies einen sehr anregenden Galerienrundgang..

Wierum hatten wir eine sehr inspirierende Tagung, mit vielen Begegnungen, Diskussionen, mit viel zu sehen und zu hören.

Teilnehmer
Mitglieder:
Diana Mercedes Alonso, Monika Bartholomé, Dorothée Bauerle-Willert, Frank Bölter, Jens Brand, Terry Buchholz, Claudia Busching, Jozef Czeres, Georg Dietzler, Uwe Esser, Harald Falkenhagen, Mechtild Frisch, Katja Hoffmann-Wildner, Wolfgang Hahn, Sibylle Hofter, Hetty Huisman, Nicole Jana, Elisabeth Jappe, Maija Julius, Katharina Karrenberg, Gisela Kleinlein, Michael Kurzwelly, Ruppe Kosellek, Silke Leverkühne, Rune Mields, Markus Mussinghoff, Phill Niblock, Paul Panhuisen, Sef Peeters, Annelie Pohlen, Josef Ramaseder, Norbert Radermacher, Marica Radoljevic, Oliver Scharfbier, Nora Schattauer, Eva-Maria Schön, An Seebach, Anna Tretter, Birgit Werres, Michael Willhardt, Hans-Peter Webel, Sofi Zezmer

Gäste:
Silvia Breitwieser, Grietha Jergens, Ulrike Lua, Marianne Sprangers, Gerhard Pfennig, Uta Reindl, Dorothee von Windheim


Jahrestagung Alte Feuerwache


Galerienrundgang


Rune Mields und Josef Ramaseder


BREGENZ-CONFERENCE
Bregenz, 8.-11. November 2012


Unser Jahrestreffen fand in Bregenz, geiegen im Vierländereck, dort wo Österreich, Deutschland, Schweiz, Lichtenstein aneinander grenzen, statt. Bis heute, und obwohl die Grenzen mittlerweile abgebaut sind, ist die Erfahrung des ‚Dazwischen‘, die Grenzlage wesentlich für die Region. Der Vorarlberger Schriftsteller Arno Geiger schreibt: „Ob als Mensch im Allgemeinen oder als Schriftsteller im Speziellen: man kommt nie ganz hinein (ins Leben), nie ganz durch (im Leben) und findet sich ständig seiner Grenzen belehrt. Wir versuchen trotzdem, hinüberzukommen, hineinzukommen, als Schreibende, als Reisende: in die Erkenntnis des Unbekannten.“ Vorarlberg ist aber nicht nur Grenzland, sondern auch eine dichte Kulturlandschaft, vor allem die Architektur des ‚Ländles‘ ist mittlerweile weltberühmt. Aus den eigenwilligen Arbeiten einiger Pioniere hat sich zu Beginn der achtziger Jahre eine regionale Bewegung formiert, die unter der Bezeichnung „Vorarlberger Baukünstler“ bekannt wurde und den internationalen Architekturdiskurs mit der Wiederentdeckung traditioneller regionaler Qualitäten verbindet. Unsere Tagung hatte so auch einen Schwerpunkt in der Architektur der Region, wir unternahmen eine wunderbare Fahrt durch den Bregenzer Wald mit Haltepunkten bei herausragenden Bauwerken. Geleitet wurde die Reise von dem Architeken-Duo Anton Nachbaur/Andreas Cukrowitz, ihr Neubau des Vorarlberg Museums bildete den Auftakt der Tour.

Herzlichen Dank. Selbstverständlich besuchten wir auch Zumthors Kunsthaus und die Ausstellungen 'Nairobi - a State of Mind' und 'Florian Pumhösl- Räumliche Sequenz'. Die Kuratorin Eva Birkenstock und der Direktor Yilmaz Dziewior sprachen mit uns über ihre Projekte.

Unsere Mitglieder und Gäste zeigten natürlich auch ihre eigenen Arbeiten im Experimentierraum der Bregenzer Kulturhäuser, am letzten Abend gab es dort eine Lesung aus Musils 'Mann ohne Eigenschaften' von Alexander Julian Meile.
Wir hatten schöne Tage am Bodensee, mit Diskussionen, Anregungen, Ansichten.

Teilnehmer
Mitglieder::
Diana Mercedes Alonso, Monika Bartholomé, Dorothée Bauerle-Willert, Jens Brand, Monika Brandmeier, Hartmut Böhm, Claudia Busching, Uwe Esser, Dietrich Helms, Harald Hofmann, Katja Hoffmann-Wildner, Hetty Huisman, Gereon Inger, Katharina Karrenberg, Gisela Kleinein, Silke Leverkühne, Sef Peeters, Gerald Polhuis, Oliver Scharfbier, Nora Schattauer, Andreas Schmid; An Seebach, Anna Tretter, Michael Willhardt, Thomas Wörgötter.

Gäste:
Grietha Jergens, Donatella Landi, Ines Lindner, Marianne Peeters, Marijke Polhuis, Christoph Rodde, Sylvia & Voytek.


Im Kunsthaus Bregenz mit Direktor Yilmaz Dziewior


Diskussion in der Ausstellung 'Alte Post', Bregenz


GENT à GOGO
Gent, 27. bis 30. Oktober 2011


Unser Jahrestreffen fand 2011 fand in Gent, einer Stadt zwischen Prunk und Pommes, statt. Ihre ganze Geschichte hindurch ist die Stadt Gent ein Tor zur Welt gewesen, im Laufe der Jahrhunderte hatte sie viele Besucher, Künstler, Sammler, Pilger, die Schokoladen-Liebhaber, in schwierigen Zeiten Emigranten und Exilanten. Nun waren wir für einige Tage in dieser interessanten Stadt, auf dem Programm stand der Besuch einiger Künstler-Ateliers und der beiden Kunstakademien, der Sint Lucas Academie und der Königliche Akademie für Schöne Künste: ein Blick in die zeitgenössische belgische Kunst. Darüber hinaus gab es eine Ausstellung unserer Mitglieder - diesmal im Postkartenformat - im Ausstellungsraum unseres Mitglieds Phill Niblock und zum Abschluss der Tagung ein Konzert, das Maja Julius und Georg Dietzler kuratierten. Wir hörten Rolf Julius Für eine Weite Ebene (2010), Guy De Bievre - Sofia Bustorff: FALL, Phill Niblock: Music Baobab ONM 2011 23 + Sethwork 2003, Guy De Bievre, guitar, live; Seth Josel, recorded guitars with Film/Video: THIR 1970.

Unsere Jahrestagung selbst fand im HISK - Higher Institute for fine Arts - statt. Wir hatten auch dieses Jahr eine wunderbare, spannende Tagung mit vielen Begegnungen und Blicken.

Teilnehmer
Mitglieder:
Monika Bartholomé, Dorothée Bauerle-Willert, Hartmut Böhm, Jens Brand, Monika Brandmeier, Terry Buchholz, Claudia Busching, Georg Dietzler, Hans Gercke, Wolfgang Hahn, Katja Hoffmann Wildner, Harald Hofmann, Hetty Huisman, Katharina Karrenberg, Silke Leverkühne, Eva Löfdahl, Markus Mussinghoff, Una Moehrke, Phil Niblock, Paul Panhuysen, Sef Peeters, Gerard Polhuis, Josef Ramaseder, Marica Radojjcic, Eva-Maria Schön, Nanae Suzuki, Anna Tretter

Gäste:
Andreas Bartholomé, Maria Blondeel, Noel de Buck, Grieta Jergens, Ulrike Luha, Yuka und Akatsuki Ogura, Mareike Polhuis, Oliver Scharfbier, Branislav Todorovic-Klinic


In der Sint Lucas Academie, Gent


Schaufenster-Ausstellung bei Phil Niblock


Ruhr 2010
Duisburg 7. bis 10. Oktober 2010


>Wir Einheimischen stehen bisweilen auf unseren Eisenbahnbrücken, schauen auf die halbherzigen Skylines unserer zusammenwuchernden Gemeinden und denken: Boah! Schön is dat nich.

Unsere Jahrestagung 2010, fand im Rahmen von KULTURHAUPTSTADT EUROPA -RUHR 2010 mitten im Ruhrgebiet und damit in einer Metropole des Werdens statt.

Die Pauluskirche in Duisburg-Hochfeld bietet Raum für Performances, Klang und Präsentationen von Mitgliedern und Gästen. Darüber hinaus unternahmen wir eine Entdeckungsreise durch die Region zwischen Industriekultur und Kulturindustrie, erkundete die Zeche Zollverein, dort kundig geführt von Gabriele Heidner. Schon im Bus gab uns Prof. Ursula Ringleben einen Einblick in die Architektur-Landschaft des Ruhrgebiets. Weitere Stationen des Tour de Ruhr waren der Gasometer Oberhausen und das Projekt 2-3 Strassen unseres Mitglieds Jochen Gerz.

Die Tagung schloss mit einem Konzert mit Beiträgen von Paul Panhuysen, Hans W. Koch und Byunggjun Kwon.

Teilnehmer
Mitglieder:
Diana Mercedes Alonso, Dorothée Bauerle-Willert, Jens Brand, Monika Bartholomé, Frank Bölter, Terry Buchholz, Claudia Busching, Georg Dietzler, Harald Falkenhagen, Wolfgang Hahn, Dietrich Helms, Harald Hofmann, Katja Hoffmann Wildner, Gereon Inger, Gisela Kleinlein, Bruno Krenz, Silke Leverkühne, Rune Mields, Markus Mussinghoff, Paul Panhuysen, Gerard Polhuis, Norbert Radermacher, Eva-Maria Schön, Hans-Peter Webel, Michael Willhardt

Gäste:
Silvia Klara Breitwieser, Uwe Esser, Maija Julius, Hans W. Koch, Gil Shachar, Anke Schulte Steinberg, Elke Schindler, Elisabeth Sonneck, Soyoung Shon, Dagmar Uhde


Zeche Zollverein


DA CAPO in GENUA
Genua, 30. September bis 3. Oktober 2009


'Ihre Schönheit zerreißt einem die Seele', schrieb Flaubert über die einstige Seemacht Genua, die lange zu den obligatorischen Reisezielen aller Italienbesucher zählte. Von Rousseau über Stendhal und Dumas, Lord Byron, Charles Dickens, Mark Twain und Albert Camus machten viele Schriftsteller aus Europa und Übersee in der Geburtsstadt Christopherus Columbus Station. Eingezwängt zwischen Meer und Bergketten entstand seit dem Mittelalter ein einzigartiges Gebilde aus zwölfstöckigen Häusern, Kirchen und Türmen, verbunden durch steile Treppen, schmale Gassen. Bis heute wirkt wirkt die Stadt wie ein kubistisches Gemälde. In den schönen Räumen des Palazzo Ducale richteten wir wieder einmal eine ambulante Ausstellung mit Arbeiten und Präsentationen von Mitgliedern und Gästen ein, die dann in den Galerien-Rundgang START, der ab 1. Oktober von den Genueser Galerien organisiert wurde, integriert wurde. Wir hatten viele Besucher und eine sehr gute Resonanz und auch wir bekamen während dieser Tage einen Einblick in die Kunstszene Genuas. Der Palazzo wurde während unseres Treffens zu einem offenen Salon mit Gelegenheit zur Vorstellung, Diskussion und zum Austausch. Neben der Ausstellung gab es Lesungen, Performances, Vorträge von Mitgliedern und Gästen. Wir hatten ein intensives, anregendes Treffen in dieser ganz sichtbaren, sich selber gegenwärtigen Stadt, 'die stets mit dem Meer und dem Felsen, mit Schiefer, Backstein und Marmor vertraut bleibt, und ihrem Berg in unablässiger Arbeit zusetzt', wie Paul Valéry in seiner Gedanken-Sammlung 'Windstriche' über Genua vermerkt.

Teilnehmer
Mitglieder:
Diana Mercedes Alonso, Monika Bartholomé, Dorothee Bauerle-Willert, Jens Brand, Claudia Busching, Michael Haerdter, Dietrich Helms, Sibylle Hofter, Hetty Huisman, Thomas Huber, Nanne Meyer, Una Moehrke, Hans-Albert Peters, Norbert Radermacher, Josef Ramaseder, Susken Rosenthal, Gabriele Rothemann, Michael Sauer, Eva-Maria Schön, Anna Tretter.

Gäste:
Andreas Bartholomé, Johanna Bartl, Maggie Bauer, Claudia Chaseling, Dagmar Dost-Nolden, Michele Fiore, Katja Hoffmann, Anna-Myga Kasten, Nicole Jana, Gertrude Elvira Lantenhammer, Fried Rosenstock, Ursual Sax, Oliver Scharfbier, Nele Ströbel, Nanae Suzuki, Hans-Peter Webel, Walter Zimmermann.


Das Internationale Künstlergremium zu Gast im Palazzo Ducale in Genua


Eva-Maria Schön und Dorothée Bauerle-Willert hinter der Installation von Claudia Busching


Lesung von Thomas Huber


FrankfurtODERSlubice
Frankfurt/Oder, 16. bis 19. Oktober 2008


Das Programm unseres Jahrestreffen 2008 fand als bewegte und bewegliche Zusamenkunft statt, gemeinsam mit der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder und dem Kulturzentrum in der polnischen Nachbarstadt Slubice. Wir bewegten uns zwischen Erlebnis und Erinnerung durch die Kulturschichtungen Brandenburgs. Es gab Performances, Konzerte, Präsentationen von Mitgliedern und Gästen. Und es gab eine Exkursion auf Fontanes Spuren durch die geschichtsträchtige Umgebung, überaus kenntnisreich und lebendig geführt von Professor Dr. Christoph Asendorf und Dr. Jan Musenkamp, beide vom kulturwissenschaftlichen Institut der Viadrina. Erste Station dieser Reise in die Vergangenheit war Küstrin, (Kostrzyn), eine im 16. Jahrhundert erbaute Renaissance-Festung, die im 2. Weltkrieg fast vollständig zerstört worden war. Wir streiften durch Überreste - und erinnerten uns an Fontane, der schrieb: „Jenseits der Oder, wo zwischen Werft und Weiden die Warthe rechtwinkelig einmündet, liegt Küstrin, ein durch die Jahrhunderte hin in den Geschichten unseres Landes oft genannter Name. Oft, aber selten freudig. Etwas finster Unheimliches ist um ihn her, und in meiner Erinnerung sehe ich den Ort, der ihn trägt, unter einem ewigen Novemberhimmel“. Eine weitere Station war Kunersdorf, das als der Musenhof des Oderbruchs in die Geschichte eingegangen ist. Er wurde zu einem bedeutenden geistig-kulturellen und wissenschaftlichen Zentrum, das Gäste wie die Brüder Humboldt, die Bildhauer Schadow und Rauch, den Landwirtschaftsreformer Thaer, den Gelehrten Savigny, Goethes Freund Zelter und viele andere empfing. Die Säulenkolonnade dort gehört heute zu den bedeutendsten und wertvollsten Kulturdenkmälern in Brandenburg. Sie umfasste zunächst fünf Grabmale und wurde 1835 um vier Nischen erweitert. Bedeutende Namen wie Johann Gottfried von Schadow, Christian Daniel Rauch, Christian Friedrich Tieck, Karl-Friedrich Schinkel sind damit verbunden. Schloss Neuhardenberg, mit Kirche und Schlosspark eines der wenigen erhaltenen Gesamtkunstwerke des preußischen Klassizismus war die nächste und letzte Etappe. Gestaltet worden war das Ensemble von drei herausragenden Künstlerpersönlichkeiten: Karl Friedrich Schinkel, Peter Joseph Lenné und Hermann Fürst von Pückler-Muskau. »Urbanität, Grazie und Lebensgefühl« prägten als Lebensmaximen das märkische Kleinod: vielleicht auch ein Motto für das IKG?

Teilnehmer
Mitglieder:Diana Mercedes Alonso, Mechthild Bauer-Babel, Dorothee Bauerle-Willert, Jens Brand, Monika Brandmeier, Heinrich Brummack, Hans Gercke, Wolfgang Hahn, Harald Hofmann, Sibylle Hofter, Hetty Huisman, Matthias Jackisch, Elisabeth Jappe, Katharina Karrenberg, Gisela Kleinlein, Silke Leverkühne, Eva Löfdahl, Nanne Meyer Norbert Radermacher, Josef Ramaseder, Eva-Maria Schön, Anna Tretter, Michael Willhardt, Thomas Wörgötter, Dusan Zahoranski

Gäste: Christoph Asendorf, Johanna Bartl, Silvia Breitwieser, Claudia Busching, Claudia Chaseling, Katja Hoffmann, Grieta Jergens, Stephanie Jünemann, Michael Kurzwelly, Gertrude Elvira Lantenhammer, Jan Musekamp, Janetta Napp, Fabian Niermann, Susken Rosenthal, Ralf Schmitt, Nele Ströbel, Nanae Suzuki, Florian Wienczny, Shon Soyoung, Yuka


Brücke zwischen Frankfurt und Slubice


Norbert Radermacher errichtet den Oderberg


Bei Schloß Neuhardenberg


Loop
Wien, 27. bis 31. September 2007


Unser Jahrestreffen 2007 in den wunderbaren Räumen der Akademie der bildenden Künste Wien umkreiste im weitesten Sinne die Idee Europa; Europa, das ein verschwenderisches Mosaik ist, gebildet aus kulturellen, sozialen, sprachlichen Unterschieden, wo 20 Kilometer Distanz Welten ausmachen (können), wo der liebe Gott im Detail sitzt. Ein Europa, das keine Monotonie, sondern Vielstimmigkeit ist, ein Vielklang der natürlich auch schrille Misstöne provozieren kann. An der Schnittstelle Wien rückte die Idee Europa pars pro toto in's Zentrum: Europa, das über Jahrhunderte (auch) gekennzeichnet wurde durch diese Partikularität, die sich zeigt in der Lust und Last der Selbstkritik, der Reflektion. Europa, das eine Erinnerungslandschaft ist, Europa mit seinem Sinn für die tragische Verwundbarkeit der condition humaine, mit seinen Requisiten der Literatur, der Philosophie, der Kunst, die ein Heimkommen zu einem besseren Selbst erst ermöglichen. Eingeladen waren Künstler(gruppen), die sich auf sehr unterschiedliche Weise, in unterschiedlichen Projekten mit dieser Idee Europa befassen, mit Grenzen und Grenzüberschreitungen, dies auch zwischen den Disziplinen, Kunst, Architektur, Musik, angewandter Kunst. Nicht zuletzt wurden in Wien auch die Arbeiten aller Mitglieder im Loop - als digitaler Koffer sozusagen – vorgestellt.

Teilnehmer:
IKG-Mitglieder: Diana Mercedes Alonso, Renate Anger, Dorothée Bauerle-Willert, Hartmut Böhm, Jens Brand, Monika Brandmeier, Terry Buchholz, Tibor Gayor, Wolfgang Hahn, Wolfgang Hainke, Harald Hofmann, Sibylle Hofter, Nan Hoover, Hetty Huisman, Tatjana Ilic, Richard Kriesche, Silke Leverkühne, Dora Maurer, Rune Mields, Michal Murin, Markus Mussighoff, Alexander Nikolic, Willi Otremba, Marica Radojcic-Presic, Norbert Radermacher, Josef Ramaseder, Eva.Maria Schön, Radomir Stancic, Anna Tretter, Dagmar Varady, Michael Willhardt, Thomas Wörgötter

Gäste: Thies Echtermeyer, Sven Eggers, Edi Freudmann, Thomas Gamsjäger, Ulrike Grossarth, Can Gülcü, Grieta Jergens, Irena Kelecevic, Miodrag Krkobabic, Ulrike Lua, Michael Moser, Wolfgang Musil, Fabian Niermann, Lukas Pusch, Gerhard Pfennig, Monica Radermacher, Branislav Todorovic, Petra Willhardt

Das Projekt wurde unterstützt durch die Akademie der bildenden Künste Wien und gefördert durch die ERSTE österreichische Sparkasse Privatstiftung.

Herzlichen Dank!


Akademie der bidenden Künste Wien


... ein Land, in dem noch niemand war: Heimat
Mittelstrimmig/Hunsrück 31. 8. - 3.9. 2006


Für unser Jahrestreffen 2006 in Mittelstimmig, im Atelier von Raffael Rheinsberg und Lilli Engel, hatten wir einen Landstrich gewählt, in der Edgar Reitz’ Hunsrücker Saga 'Heimat' ihren Ausgang nimmt. Dieser komplexe, schillernde, belastete Begriff gab dann auch den Reflexionshorizont unseres Treffens ab. Was bedeutet Heimat, in Zeiten der flüchtigen Moderne, der Beschleunigung und Ortsunabhängigkeit der Kommunikation durchs Internet, der geschrumpften Entfernungen? Die allgegenwärtige Technik der Vernetzung erlaubt dem Künstler heute in der Allianz mit der Medienkultur überall und jederzeit am Kunstgeschehen teilzunehmen; Künstler und Kunstwerke gehören ganz selbstverständlich zum Jet-Set und reisen, sei’s economy oder first class, durch die Welt. Andererseits ist die Geschichte der Kunst des 20/21. Jahrhunderts auch eine Geschichte der Emigration, der Diaspora, in der man immer in der Fremde lebt. Sicherlich wurde die Kunst durch die Bilderwanderungen kosmopolitischer, der Austausch und die Kommunikation zwischen den Ländern ist scheinbar grenzenlos, zugleich steckt aber in der globalen Modernisierung auch der Verlust des kulturell Anderen, eben weil die Rhetorik des Universalismus die Differenz von Nähe und Ferne nicht kennt und abstrakt bleibt. Sinn und die Gestaltung von Sinn hat auch etwas mit der Gebundenheit an Geschichte, an Erinnerung, an Orte zu tun und die planetarische Zivilisation scheint im Gegenzug Orientierungslosigkeit und das Gefühl von Mangel zu erzeugen. Jenseits von sentimentaler Heimatrehabiltierung gab die Frage ‚Was ist Heimat’ vielfältige Denkanlässe im Einwanderungsland? Deutschland: Zwischen der Utopie von Heimat nicht als Raum, sondern als Perspektive, die erst gestaltet werden muß und der sinnlichen Erfahrung des Kiez, einer Landschaft, eines Geruchs, zwischen der Sehnsucht nach Angekommensein und der Instrumentaliserung in den weltweiten Konflikten, wo der Anspruch auf ein Territorium in Terror übergeht. In diesem weitgesteckten Rahmen bewegte sich die Diskussion in den inspirierenden, intensiven Hunsrücker Tagen und auch die Präsentation der Kunstwerke griff die Spannung zwischen Ort und Ortlosigkeit auf, die die Frage nach der eigenen und fremden Kultur heutzutage grundiert.

Teilnehmer
IKG Mitglieder: Diana Mercedes Alonso, Renate Anger, Monika Bartholomé, Dorothée Bauerle-Willert, Jens Brand, Monika Brandmeier, Terry Buchholz, Harald Hofmann, Hetty Huisman, Silke Leberkühne, Eva Löfdahl, Rune Mields, Markus Mussinghoff, Phill Niblock, Norbert Radermacher, Raffael Rheinsberg, Eva-Maria Schön, Radomir Stancic, Anna Tretter, Andreas von Weizäcker,
Michael Willhardt

Gäste: Lilli Engel, Michal Murin


Rune Mields zeigt ihre Fussballspieler, an der Wand Arbeiten von Lilli Engel


Pause. Norbert Radermacher, Die Gefässe


Anna Tretter installiert die 'Linie', Jens Brand, Michal Murin, Andreas von Weizäcker diskutieren


Ohne Grenzen
Tallinn 21. - 25. September 2005


Für Tallinn hatten wir uns vorgenommen mit einer Art Eröffnungscocktail das neu zu eröffnende Kunstmuseum, KUMU zu erproben. Kunstmuseen sind ja seltsame Gebilde. Ihre traditionelle Rolle als Archiv von Kunstwerken, das dem Platz gab, was die Kunstgeschichte repräsentieren sollte, als Träger von Geschichte, als Bildungsanstalt, als Kultort einer bürgerlichen Öffentlichkeit, als Ort ästhetischer Erfahrung, als Maschine, die Kunst überhaupt erst macht, steht heute und wieder einmal auf dem Prüfstand – Zweifel an der Aufgabe des Museums, Debatten um sein Aussehen begleiten die Neu- und Erweiterungsbauten. Es scheint, als ob die Institution Museum heute einem neuen Gesicht, einer neuen Funktion nachgeht, sich dabei aber doch noch und einstweilen an die Fersen des alten Museums heftet. Zwischen der spielerischen Inszenierung der atomisierten Kunstszene, zwischen Event und Theatralisierung nistet ja immer noch die museale Fiktion, die Kunst als homogenes System, als Ordnung der Kunstgeschichte vorstellen zu können. Da diese Idee sehr ungewiss gworden ist , bleibt die Flucht nach vorn, das Terrain weitet sich immer weiter aus – statt Ziel einer Reise zur Kunst zu sein, mutieren Museen heute eher zu Stationen für die ausreisende Phantasie....Was heißt es, heute Kunst auszustellen und Sinn zu erschaffen, wer ist drinnen, wer ist draußen? Die Befragung der Institution Museum verbindet sich mit der Befragung von Öffentlichkeit als Forum und Träger von Konsens in einer Zeit, in der Gemeinsamkeiten immer brüchiger und flüchtiger werden. In einigen Vorträgen und in vielen Gesprächen wurden in Tallinn diese Themen diskutiert, obwohl unser Prolog zum neuen Museum in letzter Minute sich zu einem Epilog zum bisher vom Museum genutzten Ausstellungraum Rotermannis wandeln mußte. Und dort entstand wie nebenbei als Improvisation und Etude auch eine Art Ausstellung, die wieder einmal ganz heterogene Dinge unter den Hut des Ausstellungsgebäudes brachte: eine in der unverborgenen Widersprüchlichkeit der Werke und Gesten (ironische) Wiederholung dessen, was jedes Museum, jede Ausstellung eigentlich tut, wenn Werke, deren Sinnentwürfe einander auschließen im ästhetischen Bewußtsein des Betrachters versöhnt erscheinen.

Teilnehmer
IKG-Mitglieder: Renate Anger, Dorothée Bauerle-Willert, Hartmut Böhm, Monika Brandmeier, Heinrich Brummack, Dietrich Helms, Sibylle Hofter, Hetty Huisman, Tatjana Ilic, Katharina Karrenberg, Silke Leverkühne, Rune Mields, Una Moehrke, Willi Otremba, Marica Presic, Norbert Radermacher, Eva-Maria Schön, Anna Tretter, Selman Trtovac, Elisabeth Wagner, Michael Willhardt.

Gäste: Monika Bartholomé, Sabine Baumann, Hannes Böhringer, Ulrike Ettinger, Kadi Estland, Cristina Fessler, Barbara Hammann, Sirje Helme, Ega Hiroshi, Harald Hofmann, Kristina Järvelaid, Naomi Kanaoka, Külli Kask, Joannes Késenne, Katrin Koskava, Andres Kurg, Raoul Kurvitz, Mari Laanemets, Marko Laimre, Zinaida Medevedeva, Alexander Nikolic, Cédric Noel, Jüri Ojaver, Johannes Saar, Ene-Liis Semper, Roswitha Siewert, Jaan Toomik, Eric van Hove, Jasper Zoova


Vortrag Heinrich Brummack




Norbert Radermacher, Der Teppich


Rune Mields vor ihrer Arbeit, mit Eva-Maria Schön und Selman Trtovac


Monika Bartholomé bei der Installation ihrer Arbeit


Bodenarbeit von Marko Laimre, Wandarbeit von Eva-Maria Schön


Eric van Hove, If, Pflanzung zwischen Pilzen und Löwenzahn


Eröffnung in Tallinn mit dem Konzert von Ultramelanchool


Lodz und Nieborow 1.- 5. Oktober 2004

Ein Anlaß unserer Tagung in Lodz und Nieborow 2004 war die neu gegründete Biennale, organisiert vom International Artists Museum, das wiederum eine Gründung von Construction in Progress ist. Viele unserer Mitglieder sind diesen Initiativen in der einen oder anderen Weise verbunden. Ohne übergroßen kuratorischen Hut brachte die Biennale Künstler zusammen in einem Prozess des Austausches und der Interaktion. Etliche IKG-Mitglieder waren zu der ersten Ausgabe eingeladen.

Die Biennale, die ein internationales Segment, eine Auswahl polnischer Kunst und Künstler aus Lodz vorstellte, hat ihren Ursprung in der spannenden, von Künstlern kuratierten Ausstellungsserie Construction in Process, die über Jahre ein vielfätiges, dichtes Netz zwischen den Teilnehmern knüpfte. Der Besuch der Biennale stellte dann ein Plateau für unsere anschließende Tagung im Palast von Nieborow bereit, die die sich verändernden Rahmenbedingungen für Künstler-Initiativen in West- und Osteuropa ins Zentrum rückte. Nicht nur die neuen EU-Mitgliedstaaten befinden sich heute in einem Prozeß der Transformation, in dem alte Gewissheiten und Traditionen obsolet zu werden drohen, in dem Sicherungsrituale ungültig werden oder ganz verschwinden. Die Frage nach der Kunst, ihrer Institutionalisierung ist davon ebenfalls betroffen und einer dieser shifts zeigt sich in den Veränderungen, die vormals nicht offizielle, im Underground operierende Künstlergruppn durchmachen. Parallel dazu aber entdecken jüngere Künstler die Notwendigkeit der Kooperation, der Ausweitung und Vernetzung individueller Haltungen. Die neuen Medien spielen in den sich wandelnden Kommunikationsstrukturen eine vitale Rolle. Im Austausch der Erfahrungen wurde auch die Rolle des IKG, seine Aufgabe, seine Zukunft reflektiert.

Teilnehmer
IKG-Mitglieder: Renate Anger, Mechthild Bauer-Babel, Dorothée Bauerle-Willert, Wojciech Bruszewski, Hartmut Böhm, Christiane Gruess, Sibylle Hofter, Hetty Huisman, Tatjana Ilic, Katharina Karrenberg, Silke Leverkühne, Eva Löfdahl, Rune Mields, Una Moehrke, Marica Presic, Norbert Radermacher, Josef Ramaseder, Anda Rottenberg, Eva-Maria Schön, Anna Tretter, Selman Trtovac, Ryszard Wasko

Gäste: Monika Bartolomé, Joannes Késenne, Alexander Nikolic, Kristiane Petersmann, Hanno Soans, Gudrun Thiessen-Schneider, Christopher Snee, Dagmar Varady




Biennale Lodz, Klasse Prof. Karin Sander, Berlin - Lodz


Abendessen im Palast Nieborow


Tatjana Ilic und Selman Trtovac präsentieren ihr Manifest


Wiederentdecken - Rediscover
Belgrad 3. - 7. September 2003


Bei unserer Jahrestagung In Belgrad 2003 ging es darum, das für Jahre von einer verbrecherischen Politik verschluckte Serbien und die Kunst, die dort heute gemacht wird, wieder zu entdecken. Im Museum für jugoslavische Geschichte - Museum 25. Mai, Teil der Tito-Gedächtnisstätte, fand eine Ausstellung mit IKG-Mitgliedern und serbischen Gästen statt, begleitet von Gesprächsrunden, die den Status der Kunst in der sich verändernden politischen, geographischen und sozialen Situation befragten. Im Vergleich der Arbeiten aus Ost- und Westeuropa wurden verschiedene Strategien, Mittel, Werkbegriffe anschaulich. Deutlich wurde, daß die serbischen Künstler einerseits Anschluß an die westliche zeitgenössische Kunst suchen, den - unterbrochenen - Traditionsstrang wieder aufnehmen wollen, andererseits aber durchaus auf ihrer Eigenart beharren, die Kunst als Instrument einer (poetischen) Aufklärung einsetzen, ihr eine weitere politische und soziale Funktion zuschreiben oder zutrauen.

Teilnehmer
IKG-Mitglieder: Renate Anger, Hartmut Böhm, Monika Brandmeier, Heinrich Brummack, Georg Dietzler, Jarg Geismar, Wolfgang Hahn, Silke Leverkühne, Eva Löfdahl, Rune Mields, Markus Mussinghoff, Phill Niblock, Eva-Maria Schön, Artur Tajber, Biljana Tomic, Anna Tretter, Michael Willhardt.

Gäste: Terry Buchholz, Mrdan Bajic, Branko Dimitrijevic, Nenad Glisic, Dejan Grba, Tatjana Ilic, Dragan Jovanovic, Katharina Karrenberg, Mari Laanemets, Alexander Nikolic, Dragan Papic, Marica Presic, Jelena Radic, Josef Ramaseder, Misa Savic, Radomir Stancic, Talent, Zoran Todorovic, Selman Trtovac, Cedomir Vasic, Georg Wissel


Dragan Papic, The Tent


Jarg Geismar's installation in the entrance hall of the museum


Renate Anger, Uveriti se/Sich vergewissern
   







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